

Die diesjährige Popkomm präsentiert sich als
internationale Businessplattform für die
Musikindustrie.
Durch die Positionierung der Messe in der Metropole Berlin, der Stadt der
jungen,
innovativen Ideen in der Kunst– und Musikbranche, werden die Grenzen
zwischen dem
Wirtschaftsmarkt und dem noch unentdeckten kreativen Potenzial verwischt.
Durch die großen Plattenfirmen auserkorene Musiktalente werden innnerhalb
von 3 Tagen in die Berliner Nachtklubszene eingegliedert.
Das musikalische Programm der Popkomm erscheint als Aushängeschild
für eine kalkulierte Messe der Musikindustrie, deren Konsumenten immer
jünger werden und mittlerweilen durch verschiedenartigste Kommunikationssysteme
als Kunden der Musikindustrie erzielt werden.
Der Anspruch an die Musik ansich steht in dieser wirtschaftlichen Kette
meistens hinter dem
sich vermarktbaren optischen Produkt, dessen Nummer– Eins– Hit
- Refrain sich so einfach
wie möglich in eine polyphone Handymelodie umprogrammieren lassen sollte,
um diese dann beim Normalverbraucher anzubrigen.
Killboard Charts sind mit der Absicht entstanden, dem Fachpublikum vor Augen
zu führen,
wie lächerlich die für den Musikkonsumenten erhältliche "Produktpalette"
eigentlich ist.
Es wurden 20 verschieden gestaltete Plakate erstellt, die je eine Chartliste
veranschaulichen, welche 10 verschiedene Musikinterpreten der Reihe nach
aufgereiht beinhaltet.
Die Nummer Eins der Liste ist ein jeweils erfundener Musikinterpretenname.
Die anderen neun Namen / Nummern sind verschiedenen aktuellen, europäischen
Chartlisten entnommen.
Die Designs sind an den klassischen billboard – Charts angelehnt,
die seit 1936 wöchentlich in verschiedenen Kategorien erstellt werden
und aus dem Verkauf der beliebtesten Musik resultieren.
Die Plakate werden an den Tagen der Popkomm am Gelände der Messe Berlin
plakatiert.
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