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Das KillBoard Charts – Projekt.

Grafische Gestaltung: Mathias Nemec.
Konzept: Margareta Oliwa.

 

Die diesjährige Popkomm präsentiert sich als internationale Businessplattform für die
Musikindustrie.
Durch die Positionierung der Messe in der Metropole Berlin, der Stadt der jungen,
innovativen Ideen in der Kunst– und Musikbranche, werden die Grenzen zwischen dem
Wirtschaftsmarkt und dem noch unentdeckten kreativen Potenzial verwischt.
Durch die großen Plattenfirmen auserkorene Musiktalente werden innnerhalb von 3 Tagen in die Berliner Nachtklubszene eingegliedert.


Das musikalische Programm der Popkomm erscheint als Aushängeschild für eine kalkulierte Messe der Musikindustrie, deren Konsumenten immer jünger werden und mittlerweilen durch verschiedenartigste Kommunikationssysteme als Kunden der Musikindustrie erzielt werden.
Der Anspruch an die Musik ansich steht in dieser wirtschaftlichen Kette meistens hinter dem
sich vermarktbaren optischen Produkt, dessen Nummer– Eins– Hit - Refrain sich so einfach
wie möglich in eine polyphone Handymelodie umprogrammieren lassen sollte, um diese dann beim Normalverbraucher anzubrigen.


Killboard Charts sind mit der Absicht entstanden, dem Fachpublikum vor Augen zu führen,
wie lächerlich die für den Musikkonsumenten erhältliche "Produktpalette" eigentlich ist.
Es wurden 20 verschieden gestaltete Plakate erstellt, die je eine Chartliste veranschaulichen, welche 10 verschiedene Musikinterpreten der Reihe nach aufgereiht beinhaltet.
Die Nummer Eins der Liste ist ein jeweils erfundener Musikinterpretenname.
Die anderen neun Namen / Nummern sind verschiedenen aktuellen, europäischen Chartlisten entnommen.
Die Designs sind an den klassischen billboard – Charts angelehnt, die seit 1936 wöchentlich in verschiedenen Kategorien erstellt werden und aus dem Verkauf der beliebtesten Musik resultieren.


Die Plakate werden an den Tagen der Popkomm am Gelände der Messe Berlin plakatiert.

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